Politik - damals und heute

Dr. Konrad Adenauer wird vereidigt

Eine Sternstunde deutscher Geschichte: Dr. Konrad Adenauer leistet seinen Amtseid.

Früher:Auch das Private ist politisch, das galt besonders unter Dr. Konrad Adenauer. Denn wie das Private auch, so war die Politik übersichtlich und vor allem unkompliziert. Die segensreiche 5-Prozent-Klausel sorgte dafür, dass sich nicht Hinz und Kunz im Plenarsaal tummelten, sondern die Gesetze lediglich von drei Parteien beraten wurden, wenn eine davon auch von zweifelhaftem Ruf war.

So war auch der Ausgang jeder Bundestagswahl - wie alles in den goldenen Aufbaujahren - gewiss: Dr. Konrad Adenauer wurde stets wieder Bundeskanzler, und das verdient als Garant für Sicherheit, Stabilität und Ordnung. Da konnten die Herren der "SPD", die lieber eine sozialistische Planwirtschaft durchsetzen wollten, noch so stänkern.

Denn alle Bundesbürger wussten: Wenn Dr. Konrad Adenauer Bundeskanzler ist, brauchen wir uns keine Sorgen zu machen. Mit weitsichtigen Gesetzen wird die Wirtschaft gestärkt; Verbrecher können wegen hoher Zuchthausstrafen der Gesellschaft keinen Schaden mehr zufügen; vor allem aber: Mit unseren neuen Streitkräften, die völlig in demokratischer Tradition stehen, werden wir von der Aggression Sowjetrusslands, das gleich hinter der Elbe lauert, wirkungsvoll geschützt.

Alles Wege des Marxismus fürhen nach Moskau!

Wehret den Anfängen! Sonst müssen wir morgen schon in Kyrillisch schreiben!

Heute:Sicherheit in der Politik, das bedeutet heute in Deutschland vor allem eines: Die Kommunisten, die man '89 bereits besiegt glaubte, streben unverfroren zurück an die Macht. Selbst in Berlin paktieren die alten Genossen ganz offen mit den neuen und werfen unsere schöne Hauptstadt dem Bolschewismus zum Fraß vor.

Und das darf uns noch nicht einmal wundern, denn seit der "Spiegel" über angebliche Schwächen unserer Streitkräfte mutmaßte, ist Landesverrat bekanntlich salonfähig geworden. Zumal die Bundeswehr heute Dank der verantwortungslosen Sparpolitik von Rot-Grün tatsächlich am Boden liegt. So mancher junge Rekrut muss sein treues G3 ungeladen ins Manöver tragen, weil die notwendige Übungsmunition nicht angeschafft werden kann.

Die Verfassungsschutzbehörden weigern sich mit fadenscheinigen Argumenten, die Universitäten, die seit '68 Brutstätten roter Umstürzler sind, generell zu überwachen. Doch nicht nur die politische Sicherheit ist längst Vergangenheit, wie rasant gestiegene Kriminalität beweist: Schon tagsüber sind die Straßen bevölkert von Verbrechern, Rowdies und Halbstarken, die einen Spaziergang durch den Stadtpark zu einem lebensgefährlichen Abenteuer werden lassen.

...und morgen?Wenn unsere neue Regierung dieser Verlotterung nicht energisch gegensteuert, leben wir bald nicht mehr in einer Demokratie, sondern in einer Räterepublik. Dann wird jedem anständigen Bürger qua Gesetz sein Eigentum genommen, wenn es nicht zuvor von Kriminellen geraubt wurde, die auf milde Strafen hoffen können, falls sie denn überhaupt erwischt werden. Darum:

Treten auch Sie für unser Anliegen ein! Sie haben die Wahl!

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