Ursachen

Erbliche Anlagen, geistige und körperliche Beschäftigungslosigkeit, Verdauungsstörungen infolge jahrelanger, verkehrter Lebensweise, besonders Genuss von schwer verdaulichen, fetten Speisen. Dann langer Umgang mit anderen Hypochondern, langwierige Krankheit, wobei sich der Kranke gewöhnt, stets aufmerksam auf sich zu sein, vernachlässigte Körperpflege oder schlecht behandelte Hautausschläge,  Wechselfieber, Ruhr etc., viel Genuss von Arznei, geistige Getränke, sitzende Lebensart, Ehelosigkeit, schwelgerisches oder angestrengt karges Leben, Onanie, Impotenz, langdauernde Gemütsbewegungen. Dann vor allem chronische Störungen im Unterleib, als chronischer Magen- und Darmkatarrh; Blutverstopfungen, Blutstauungen in der Pfortader infolge Leberkrankheiten oder Tabakgenusses, Hämorrhoidal- und Schwächezustände etc.

Kurvorschrift

Das sicherste in den meisten Fällen durchaus notwendige Mittel, um einen Hypochonder gründlich wiederherzustellen, ist eine längere, monatelang andauernde Stärkungs- und Regenerationskur. Durch die Kur müssen vor allem die Grundursachen des Leidens gehoben und der Körper gekräftigt werden.

Vor allem mag der Patient Arbeiten verrichten, bei welchen nicht allein die körperlichen Kräfte, sondern auch der Geist mit in Anspruch genommen wird, überhaupt wohltätige, körperliche und geistige Zerstreuung, Aufenthalt in recht heiterer Gegend und heiterer Gesellschaft, viel Bewegung im Freien an der frischen Luft (besonders Berg- oder Waldluft).

Gut ist es, wenn der Kranke seine Heimat und seine gewohnte Umgebung vertrauensvoll und ausdauernd einige Monate mit einem fremden Orte vertauscht und dort wie angegeben zubringt.

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