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Uneinsichtige Onanisten leiden oft an krankhafter Lichtscheue, meist aus Angst vor einem göttlichen Strafgericht. |
Zwar hat der Höchste selbst sein Gebot dagegen gerichtet, doch gerade die Jugend verfällt immer wieder dem moralisch schändlichen wie gesundheitlich schädlichen Laster der Onanie, auch Masturbation, Ipsation oder Selbstbefleckung genannt.
Onanie gehört zum Gebiet der fleischlichen Verbrechen und besteht in einer widernatürlichen Selbstbefriedigung des Geschlechtstriebes, wodurch geistige und körperliche Schwäche, Entartung und gänzliche Zerrüttung eintritt. Die Irrenhäuser, auch unsere Narrenabteilung, sind angefüllt mit den traurigen Schicksalen nicht oder zu spät behandelter Onanisten.
Dieses Elend, welches außerdem noch Nachkrankheiten wie Hysterie, Hypochondrie, tiefe Gemütsstörung sowie männliches Unvermögen und weibliche Unfruchtbarkeit zur Folge hat, entsteht meist durch Verführung und besonders aus einer zu üppigen Nahrung der Kinder.
Zeichen dieses Lasters sind folgende: Verschlossenes Gemüt, Verdrießlichkeit und Unlust zum Spiel und zur Arbeit. Schüchternes Benehmen. Derartige Kinder oder Jünglinge entziehen sich merklich fremden Beobachtungen, halten sich gern an einsamen Orten, z.B. in der Kammer allein auf, bleiben gern im Bett wachend liegen, haben die Hände unter der Decke, im Schlafe immer an den Geschlechtsteilen. Desgleichen suchen sie mit Vorliebe oft den Abtritt auf.
Nach dem Verlassen solcher einsamen Orte scheinen sie erregt, mit gerötetem Gesichte, eigentümlichen Glanz der Augen, beschleunigtem Herzschlag und Atem.
Im übrigen graublasse, erdfahle Gesichtsfarbe, Blässe der Lippen, bläuliche Augenlider, Ringe um dieselben, unsteter Blick, Flecken in der Wäsche. Dann Mattigkeit, nebst allgemeiner Abmagerung bei starkem Appetit, welke Haut, leicht eintretender Schweiß, Zittern, Rückenschwäche, dumpfer Schmerz in Schenkeln und Waden.
Nach und nach wird die Sprache stotternd, die Stimme schwach, das Haar glanzlos, spaltet sich an den Enden und fällt leicht aus.