Dieses große Übel muss man durch nachfolgende Maßregeln, welche gewissenhaft und streng durchzuführen sind, zu verhüten und zu heilen suchen.
Durch reizlose, weniger üppige Nahrungsmittel und Getränke, abends nicht zu spät essen, täglich entsprechend kühle Bäder, viel Bewegungen, als Turnen, Springen, Schwimmen, Heilgymnastik etc. in frischer, freier Luft, weite Spaziergänge bis zur Ermüdung, Schlafen bei offenem Fenster, nicht zu warme Kleidung und Betten, Schlafen auf harter Matratze. Ferner muss die Kleidung in der Gegend der Geschlechtsteile weit und bequem sein, damit Reibung und Beengung nicht im geringsten stattfindet; dies ist besonders bei Knaben zu beachten. Auch suche man alle Schriften und Redensarten zu unterdrücken und fern zu halten, welche die Vorstellung auf diesen Gegenstand lenken können.
Ferner dürfen solche Kinder erst dann zu Bett gehen, wenn sie wirklich müde sind und morgens beim Erwachen sofort aufstehen, ohne im Halbschlummer zu verweilen, müssen des Abends Darm und Blase leeren, weil durch Druck Reiz entsteht und durch Reflexe das Gehirn gereizt wird, wodurch Träume entstehen (bei Onanisten wollüstige Träume).
Fernere Ursachen können auch sein: eine dem Jugendalter nicht entsprechende, sitzende Lebensweise, Zusehen bei der Begattung von Haustieren etc., was ebenfalls zu vermeiden ist.
Außerdem sind auch die Spielgenossen, Mitschüler zu überwachen, um von dieser Seite Verführung zu verhindern. Auch sollte das Zusammenschlafen mehrerer Kinder nicht geduldet werden. Selbst die Gewohnheit vieler Eltern, Kinder zu sich ins Bett zu nehmen, kann den Keim zur Onanie legen, denn ein Kind findet schon an dem Berühren des bloßen Körpers anderer Personen Gefallen; mag es anfangs auch nur die Glätte und Wärme der berührten Stellen sein, die seinem Tastsinn behagen, allmählich wird jedoch mehr daraus, und so können auch hieraus sich die Verirrungen der Onanie oder die Anfänge derselben ergeben.