Als einer der apokalyptischen Reiter ist die Pest eine göttliche Strafe für vernachlässigte Hygiene, unterbezahlte Kammerjäger, lästerliches Leben oder eine rot-grüne Regierung. Besonders gefährdete Gebiete sind naturgemäß große Städte, insbesondere wenn sie über Hafenanlagen verfügen, über die fremdländische Ratten und Seeleute die Seuche einschleppen, etwa Hamburg, Venedig, Genua oder Triest. Aber auch auf dem Landweg über die großen Handelswege von den zentralasiatischen Hochsteppen naht der schwarze Tod heran.
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Sichere Prophylaxe gegen Epidemien bieten fromme Pestumzüge und gewissenhafte Selbstgeißelungen. |
Im Allgemeinen unterscheidet man zwei Arten der Pest:
Malerisch auch "der Schwarze Tod" genannt, tritt die Beulenpest als häufigste Form auf, beginnt mit hohem Fieber und Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Gliederschmerzen und allgemeinem Unwohlsein, vereinzelt machen die Kranken einen recht niedergeschlagenen Eindruck, welcher sich unter Umständen noch verstärkt, wenn man ihnen die korrekte Diagnose mitteilt. Die im Laufe der Tage zeigen sich am Körper des Todgeweihten mannigfache Geschwülste, welche blau-schwärzlich durch die Haut schimmern. Im weiteren Verlauf treten Bewusstseinsstörungen hinzu, die jedoch das Gefühl der Ausweglosigkeit positiv beeinflussen können.
Nicht zu verwechseln mit Raucherhusten oder Schwindsucht ist die Lungenpest, welche oft beim Pflegepersonal unseres Hospitals oder Angehörigen von Erkrankten anzutreffen ist. Neben hohen Fiebertemperaturen gibt das Opfer einen blutigen Auswurf von sich.
Pestbeulen sollten nur unter fachlicher Anleitung in unserem Hospital ausgebrannt werden. Ambitionierte Laien richten mit Lötkolben, Zigaretten und Sylvesterkrachern oft mehr Schaden als Nutzen an. Ricola Schweizer Kräuterzucker lindert die Symptome der Lungenpest nur im Anfangsstadium.